So läuft es in der Praxis
Aktuell werden täglich ca. 250 Mittagsessen vom Cateringunternehmen produziert.
Dass neben dem Gasthausbetrieb auch Gemeinschaftsverpflegung angeboten wird, ergab sich eher zufällig. Die örtliche Grundschule suchte dringend einen Caterer. So kam es zum Einstieg in diesen Bereich. Gleichzeitig erwies sich das auch als Vorteil für den Betrieb, da die Auslastung der Köche unter der Woche gesichert ist.
Baulich bestanden keinerlei Probleme, da in den vergangenen Jahren bereits alle notwendigen Erneuerungen in der Küche umgesetzt worden waren.
Die Logistik ist bewusst einfach gehalten: Die Ausgabe vor Ort übernimmt das Personal der jeweiligen Einrichtungen, während lediglich die Anlieferung erfolgt. Diese geschieht in Cateringboxen, emissionsfrei mit einem E-Auto. Die verschmutzten Behälter werden am folgenden Tag wieder abgeholt.
Für Gastronomen bietet die Gemeinschaftsverpflegung eine gute Möglichkeit, die Auslastung zu steigern, zusätzliche Einnahmen zu generieren und die Präsenz in der Region zu festigen.
Dabei geht das Verständnis über die reine Verpflegung hinaus: Der Betrieb fungiert zugleich als Ausflugsziel für Einrichtungen. Jedes Jahr besuchen Kindergartengruppen mit ihren Vorschulklassen den Hof. Sie erleben Führungen, ernten gemeinsam, kochen und genießen anschließend ihr selbst zubereitetes Essen. Im Mittelpunkt steht dabei, Kindern einen direkten, praktischen Bezug zu Lebensmitteln zu vermitteln und ihnen zu zeigen, woher ihr Essen kommt.
Eine besondere Herausforderung stellt der Preisdruck dar. Trotz Idealismus und eines klaren Verständnisses für eine gesundheitsfördernde, nachhaltige Ernährung von Kindern entscheidet bei öffentlichen Ausschreibungen letztlich meist der Preis. Bio- und regionale Produkte sind zwar wünschenswert, doch eine entsprechende Förderung durch Kommunen sowie auf Landes- oder Bundesebene wird bislang kaum beziehungsweise nicht ausreichend aktiv verfolgt.
- Fleisch, Salat, Gemüse und Obst stammen aus eigener Bio-Landwirtschaft in Götteldorf.
- Weitere regional verfügbare Produkte werden in Bioqualität von Erzeugerbetrieben aus der Region bezogen.
- Käse, Butter, Quark und Trockenwaren werden über Ökoring bezogen.
- Verwendet wird ausschließlich Fisch aus deutschen Seen.
„Ich bin mit voller Leidenschaft Bio-Landwirt und mit ganzem Herzen Gastronom. Beides zu vereinen, ist ein Geschenk. Und für mich der Inbegriff von nachhaltigem Genuss.”, Johannes Fetz, Inhaber
GeRTi bringt Regionales und Bio-Regionales auf die Teller kommunaler Einrichtungen.
Als Leuchtturmprojekt der Metropolregion Nürnberg stärkt das Projekt gezielt den Einsatz regionaler Lebensmittel in der Gemeinschaftsverpflegung – für mehr regionale Wertschöpfung, Ernährungssicherheit und Nachhaltigkeit vor Ort.


















